BannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbild
Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

Persönliche Schutzausrüstung

Die Ortsfeuerwehr Gildehaus wird zu den verschiedensten Einsätzen alarmiert. Dies bedeutet vor allem, dass es bei den Einsätzen viele verschiedene Gefahren gibt. Um sich davor ausreichend schützen zu können, hat jeder Kamerad eine eigene Persönliche Schutzausrüstung.

 

Die PSA ist wichtigster Bestandteil der Feuerwehrausrüstung und muss dabei viele Aufgaben erfüllen:
  • Tragekomfort
  • Funktionalität
  • Gute Sichtbarkeit im Dunkeln

Dabei steht der Schutz des Trägers im Vordergrund. Unter extremen Einsatzbedingungen müssen sich Feuerwehrleute auf ihre persönliche Schutzausrüstung verlassen können. Nachfolgend möchten wir die verschiedenen Arten der Persönlichen Schutzausrüstung vorstellen:

Feuerwehrhelm

Der Feuerwehrhelm hat eine lange und Traditionsreiche Geschichte. In der Anfangszeit der Feuerwehren war dieser nicht nur einfach ein wichtiger Kopfschutz, der Feuerwehrhelm war vielmehr vor allem ein prunkvoller Bestandteil der Uniform. Im deutschen Kaiserreich war der Feuerwehrhelm der Pickelhaube des Preußischen Heeres sehr ähnlich. Er war meist aus demselben Material (erst Leder, im Laufe der Zeit dann Messing), hatte jedoch anstelle der Spitze einen aufgesetzten Kamm. Im Laufe der Zeit wurde das Design ständig geändert. Vor allem in den letzten Jahrzehnten hat sich der Feuerwehrhelm technologisch sehr weiterentwickelt.

Die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Gildehaus tragen seit einigen Jahren den HEROS-titan der Marke Rosenbauer. Dieser ist mit 1,3kg ein wahres Leichtgewicht und sehr angenehm zu tragen, bietet zudem höchsten mechanischen Schutz und eine hohe Stabilität. Der Feuerwehrhelm hat neben einem integrierten Sonnenschutz, einer Helmlampe und einem Schutzvisier vor allem eine auffällige und Nachleuchtende Lackierung, damit die Einsatzkräfte zu jeder Tages- und Nachtzeit besser gesehen werden.

Überjacke und Schutzhose

Wenn man früher an einem typischen Feuerwehrmann dachte, stellte man sich diesen in einer Dunkelblauen Latzhose und Feuerwehr-Roten Jacke vor. Viele Jahre war dies auch in Gildehaus, der Grafschaft Bentheim und ganz Deutschland der Standard. Mit der Zeit veränderte sich aber die Einsatzkleidung und damit auch die Farbauswahl. Die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Gildehaus tragen bereits seit vielen Jahren Schutzhose und Überjacke in Schwarzblau.

 

Den Einsatzkräften der Ortsfeuerwehr Gildehaus stehen 2 verschiedene Sätze an Überjacken mit Schutzhosen zur Verfügung. Ein Satz aus einem dickeren Stoff, welcher vor allem für die Brandbekämpfung im Innenangriff geeignet ist und ein Satz aus einem etwas dünneren Stoff, welcher vor allem für die Brandbekämpfung im freien Gelände geeignet ist, wie z.B. Waldbrände.

 

Nicht nur die Farbe, vor allem das Funktionsmaterial änderte sich und machte die Einsatzkleidung immer sicherer. Die High-Tech-Anzüge bestehen aus drei Schichten: Der Oberstoff der Überjacke besteht aus Meta-Aramid (z.B. unter der Marke NOMEX bekannt). Aramide sind sehr strapazier- und leistungsfähige Gewebe, welche nicht brennen, nicht abtropfen und nicht schmelzen. Sie besitzen einen hohen thermischen Schutz und verkohlen bei einer Temperatur von 400°C. Darunter befindet sich eine Luftpolsterschicht und die unterste Schicht ist atmungsaktiv und leitet die Feuchtigkeit nach außen. Das dichte Funktionsmaterial ist somit extrem Hitze- und Flammbeständig, hochelastisch und atmungsaktiv. Elastische Bündchen an den Öffnungen (Ärmel, am Hals,…) verhindern, dass Rauchgaspartikel in den Anzug eindringen können und von der Haut aufgenommen werden. Die Überjacke hat Reflexstreifen, damit die Einsatzkräfte vor allem in der Dunkelheit gut gesehen werden. Die Schutzhose besteht aus dem gleichen Material wie die Überjacke und ist dadurch auch extrem Hitze- und Flammenbeständig.

 

Diese Kombination aus NOMEX Überjacke und Schutzhose ist die Grundlage für einen Innenangriff unter Pressluftatmern, damit die Einsatzkräfte optimal vor Hitze, Flammen und Rauchgaspartikel geschützt sind.

 

 

 

 

 

Feuerwehrstiefel

Ob Brandbekämpfung im Innenangriff, Keller unter Wasser oder Baum auf der Straße – der Feuerwehrstiefel schützt die Einsatzkräfte vor allen Arten der Gefahren. Die Ortsfeuerwehr Gildehaus setzt schon seit einigen Jahren auf Feuerwehrstiefel der Marke HAIX, diese bieten einen großen Tragekonform und schützen sicher vor mechanischen und thermischen Einwirkungen, sowie vor Nässe.

 

Dank einer integrierten Stahlsohle bieten diese einen noch sichereren Durchtrittschutz gegen spitze Gegenstände. Auch das robuste Außenleder schützt die Einsatzkräfte gegen spitze Gegenstände, Ecken oder Kanten. Die Sohle bietet aufgrund einer speziellen Gummimischung eine hohe Rutschhemmung und Haftung auf den unterschiedlichsten Untergründen und somit stets einen sicheren Stand in jeder Lage. Mit Hilfe einer Membran sind die Feuerwehrstiefel Wasserfest und zugleich atmungsaktiv. Die Standardmäßigen Stahlkappen schützen, auch wenn mal schwere Gegenstände auf die Fußspitze fallen.

Feuerwehrhandschuhe

Verschiedene Einsatzsituationen erfordern vor allem im Bereich der Feuerwehrhandschuhe eine richtige Wahl. So haben die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Gildehaus 2 verschiedene Arten zur Auswahl:

 

Der Feuerwehrhandschuh speziell für Brandeinsätze

Dieser ist aufgrund eines imprägnierten Spezialleders besonders hitzebeständig und vor allem für die Brandbekämpfung im Innenangriff, aber auch für alle anderen Brandeinsätze geeignet. Durch eine spezielle Membrane ist dieser Wasserdicht und zugleich atmungsaktiv. Durch eine weite Stulpe aus hitzebeständigem und imprägniertem Spezialleder ist der durchgehende Übergang von Handschuh auf Überjacke sichergestellt.

 

Der Feuerwehrhandschuh für alle anderen Einsatzarten und speziell für technische Hilfeleistungen

TH HandschuheVor allem bei Verkehrsunfällen und anderen technischen Hilfeleistungen bedarf es einen speziellen Handschuh, der die Hand besonders vor mechanischen Belastungen und spitzen Gegenständen sichert. Dieser Handschuh besteht in der Innenhand aus einem strapazierfähigen und gewendetem Rindvollleder, die Handflächen und der Daumenbereich sind mit zusätzlichen Lederverstärkungen versehen. Die Rückhand besteht aus Nylon mit zusätzlichen Knöchelprotektoren. Durch die Kombination aus Rindvollleder in der Außenschicht und ein Innenfutter aus 100% Kevlar mit Fiberglas bieten diese Feuerwehrhandschuhe eine hohe Durchstichsfestigkeit und einen hohen Schnittschutz. Auch diese sind aufgrund einer speziellen Membran wasserfest und atmungsaktiv.